Inhaltsverzeichnis:
- Abbau auf der Theresienwiese
- Peter Inselkammer und die Logistik des Abbaus
- Fundbüro sammelt 4500 Gegenstände
- Gutscheine für Bier und Hendl
- Von Lebkuchenherzen und Erinnerungen
Abbau auf der Theresienwiese
Die großen Festzelte stehen ruhig in der Abendsonne. Doch bald ist es vorbei mit der Stille. Jeder Wiesnwirt baut sein Zelt eigenständig ab. Das Wirtschaftsreferat schreibt klare Regeln vor: Der Platz muss gesäubert, instandgesetzt und an die Festleitung des Referats für Arbeit und Wirtschaft übergeben werden. Laut Sprecherin Maren Kowitz müssen alle Einbauten, Fundamente und Bassins entfernt sowie Aufgrabungen und Löcher beseitigt werden.
Der Abbau beginnt wenige Tage nach dem Ende der Wiesn. Nur sechs Wochen stehen den Wirten zur Verfügung, um alles abzubauen, zu reinigen und zu verpacken. Dabei ist nicht nur Schnelligkeit gefragt, sondern auch Organisation.
Peter Inselkammer und die Logistik des Abbaus
Für die Wiesnwirte ist die Nacharbeit eine logistische Herausforderung. Wirte-Sprecher Peter Inselkammer erklärt, dass die größte Schwierigkeit darin besteht, alles so zu verpacken, dass man im nächsten Jahr in der richtigen Reihenfolge wieder auspacken kann. Nach seinen Angaben braucht ein großes Festzelt etwa 80 Seecontainer für den Abbau. Hinzu kommen rund 20 massive Stahlträger und Zeltplanen, die getrennt transportiert werden.
Die meisten Zelte werden nach Dasing bei Augsburg gebracht. Dort lagert die Firma Pletschacher, die Herstellerin vieler Festzelte, die Einzelteile bis zum nächsten Jahr. In den Hallen überwintern die Konstruktionen, geschützt vor Wind und Wetter.
Fundbüro sammelt 4500 Gegenstände
Neben dem aufwendigen Abbau hat das Wiesn-Fundbüro viel zu tun. Mehr als 4500 Gegenstände wurden in diesem Jahr eingesammelt. Die meisten davon sind Kleidungsstücke wie Jacken, Hüte oder Schals. Aber auch Schmuck, Handys und Kopfhörer werden regelmäßig gefunden.
Unter den Zelten selbst wird laut Wirtschaftsreferat nichts entdeckt, die Böden seien vollständig abgedichtet. Die Fundsachen kommen nach der Wiesn zum Fundbüro an der Implerstraße. Dort werden sie sortiert und in einer speziellen Wiesn-Abteilung zwischen dem 17. November und dem 23. Januar zur Abholung bereitgelegt.
Gutscheine für Bier und Hendl
Ein weiteres Wiesn-Thema betrifft die Einlösung von Bier- und Hendl-Gutscheinen. Diese behalten auch nach dem Ende des Festes ihre Gültigkeit. Jeder Wirt ist verpflichtet, die Marken vollständig einzulösen oder den Gegenwert zu erstatten.
- Augustiner-Gutscheine können bis zum 1. November im Stammhaus an der Neuhauserstraße eingelöst werden.
- Gutscheine des Marstall sind bis 31. Dezember im Restaurant Leger am Dom gültig.
- In der Ochsenbraterei dürfen Gäste ihre Marken in sieben verschiedenen Gaststätten verwenden.
Eine vollständige Übersicht ist auf tz.de verfügbar. So können Besucher ihre verbliebenen Marken noch problemlos nutzen.
Von Lebkuchenherzen und Erinnerungen
Nach der Wiesn bleiben nicht nur Zelte und Container zurück, sondern auch unzählige Lebkuchenherzen. Die Frage stellt sich jedes Jahr aufs Neue: Essen oder aufbewahren? Die Empfehlung ist einfach. Herzen mit Liebesbotschaften bleiben Erinnerungsstücke, einfache mit Aufschriften wie „Wiesn 2025“ dürfen vernascht werden.
Damit endet die Saison auch in den Zelten. Die Theresienwiese kehrt zurück zu ihrer Ruhe – bis im nächsten Jahr wieder Millionen Besucher anreisen, wenn die Wiesn erneut beginnt.
Quelle: TZ, www.milekcorp.com/de