Freitag, 04 April 2025 14:26

Erweiterung der A99 bei München soll Verkehrsfluss deutlich verbessern

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Ausbau der A99 bei München Ausbau der A99 bei München pixabay/Foto illustrativ

Der Westen Münchens steht vor einem bedeutenden Infrastrukturprojekt. Die A99 zwischen dem Autobahndreieck München-Süd-West und dem Tunnel Aubing soll ausgebaut werden. Die Strecke soll künftig sechsstreifig verlaufen. Zusätzlich ist die Erweiterung von zwei Anschlussstellen geplant. Ziel ist eine Entlastung des Straßenverkehrs und ein besserer Verkehrsfluss rund um die bayerische Landeshauptstadt.

Inhaltsverzeichnis:

Regierung von Oberbayern startet Planfeststellungsverfahren

Die Regierung von Oberbayern hat das Planfeststellungsverfahren für das Projekt eingeleitet. Dabei handelt es sich um ein formal geregeltes Verfahren für den Ausbau von Staatsstraßen. Es stellt sicher, dass alle betroffenen Interessen umfassend geprüft und berücksichtigt werden. Die Planunterlagen sind ab dem 7. April 2025 für einen Monat online einsehbar. Betroffene Bürgerinnen und Bürger haben anschließend einen weiteren Monat Zeit, Einwendungen schriftlich einzureichen.

Freiham-Mitte erhält neue Abbiegespuren

Ein Schwerpunkt liegt auf der Anschlussstelle Freiham-Mitte. Hier soll ein zusätzlicher Linksabbiegestreifen auf der Verbindungsrampe von der A99 zur Bundesstraße B2 entstehen. Für Rechtsabbieger ist künftig ein direkter Übergang ohne Ampelschaltung vorgesehen. Das soll Wartezeiten reduzieren und die Kreuzung leistungsfähiger machen.

Veränderte Verkehrsführung an der Anschlussstelle Germering-Nord

Auch an der Anschlussstelle Germering-Nord sind bauliche Veränderungen geplant. Fahrzeuge aus Richtung Nürnberg oder Salzburg sollen auf der Verbindungsrampe zur B2 künftig zweistreifig geführt werden. Linksabbieger, die von der B2 aus Freiham kommen und auf die A99 Richtung Lindau abbiegen wollen, bekommen ebenfalls eine zweite Spur. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit erhöht und der Rückstau verringert.

Einbindung der Öffentlichkeit und weitere Schritte

Bürgerinnen und Bürger können sich aktiv in das Verfahren einbringen. Neben der Online-Einsicht sind Einwendungen im vorgegebenen Zeitraum möglich. Danach kann es zu einem Erörterungstermin kommen. Hier diskutiert die Regierung von Oberbayern mit den Beteiligten über eingereichte Einwände. Erst danach wird ein Planfeststellungsbeschluss gefasst, der Voraussetzung für den Baubeginn ist.

Bei einer begleitenden Informationsveranstaltung im Münchner Südwesten standen Fachleute der Autobahn GmbH für Fragen zur Verfügung. Themenschwerpunkte waren Verkehrsprognosen, Umweltauswirkungen und Bauabläufe.

Das geplante Projekt betrifft eine Strecke von knapp 3 Kilometern. Durch die Maßnahmen sollen Staus verringert und die Sicherheit auf der Autobahn erhöht werden. Die Umsetzung hängt nun vom Verlauf des Planfeststellungsverfahrens ab.

Quelle: Hallo München, www.24hours-news.net/de/